Dienstag, 7. November 2017

In Arbeit integrieren


Integration in Arbeit
Regularien Schritt für Schritt


Das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ hat eine gute Übersicht über alle Fragen zum Thema Beschäftigung für Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge herausgebracht.

Hier geht es zur Webseite => KLICK


Hier die Schaubilder im einzelnen (zum besseren Verständnis bitte auf den oben angeführten Link klicken, der Sie direkt zur entsperechenden Webseite führt):





































Freitag, 3. November 2017

Jobcenter geschlossen


Leistungsabteilung des Jobcenters nicht besetzt

Baden-Baden. Wegen einer internen Weiterbildung ist die Leistungsabteilung des Jobcenters am Dienstag, 7. November, und Mittwoch, 8. November, nicht besetzt. Ab Donnerstag, 9. November, ist die Abteilung wieder zur gewohnten Zeit geöffnet. 


Samstag, 28. Oktober 2017

Stadtbibliothek


Run auf die Lernstationen:
Vor dem Start ausgebucht

Was für ein toller Erfolg! Die Stadtbibliothek bietet 20 Lernstationen für Deutschkurse an, und am Tag, als das Projekt starten und der Presse vorgestellt werden soll, sind bereits alle Plätze belegt. Das zeigt, wie wichtig und überfällig dieses jüngste Projekt der Stadtbibliothek ist. 
 
Die Leiterin der Stadtbibliothek, Sigrid Münch, erläuterte gestern, dass man sich für dieses Projekt beim Kultusministerium und deutschen Bibliotheksverband erfolgreich beworben hatte und nun vier Laptops als Lernstationen gesponsert bekommen hat. Dazu gab es 20 Lizenzschlüssel für Kurse „Deutsch als Fremdsprache“ des preisgekrönten Anbieters LinguaTV.




Damit können Flüchtlinge, beziehungsweise vor allem nicht anerkannte Asylbewerber aus Ländern, die keine hohe Bleibeperspektive haben und daher aus den normalen VHS-Sprachkursen weitgehend ausgeschlossen sind, in Eigenregie parallel zu den ehrenamtlichen Sprachkursen lernen. Aber auch Interessierte, die in VHS-Kursen sind, können damit natürlich ihr Wissen vertiefen. 

Der Schlüssel gilt für drei Monate und zwei Kurse, man kann von der Anfängerstufe bis hin zu einem Deutschlevel, der für die Aufnahme an Universitäten ausreicht, sein Sprachniveau verbessern. Es gibt hierzu auch eine Lernkontrolle. Hat man 70 Prozent des Kurspensums geschafft, kann man eigenständig einen Test absolvieren und sich ein Zertifikat ausdrucken, das den Wissensstand belegt. 

Dies ist war kein anerkanntes Zertifikat wie das, welches man an den Volkshochschulen erlangen kann, aber man kann es zu seinen Unterlagen nehmen und möglichen Arbeitgebern vorweisen. Außerdem sollte man in der Lage sein, an der Volkshochschule einen passenden offiziellen Sprachtest zu absolvieren und dann ein anerkanntes Zertifikat zu erhalten. (Dafür allerdings fallen nicht unerhebliche Kosten an.)




Einige der Glücklichen, die über ihre Sprachlehrer auf dieses neue Angebot der Stadtbibliothek aufmerksam gemacht wurden, erschienen gestern zum Pressetermin und ließen sich gleich in das Computerprogramm einweisen. Das war in mehreren Sprachen möglich.

Die Teillnehmer können nun entweder regelmäßig in der Stadtbibliothek eine der vier Lernstationen nutzen, oder sich, falls vorhanden, zuhause mit dem Passwort vom eigenen PC aus in das Programm einloggen. Auch eine App fürs Smartphone kann heruntergeladen werden. Noch geklärt werden muss allerdings, wie sie die Materialien auch ausdrucken können. 
 
Eine der Sprachkurslehrerinnen an der VHS, Petra Smulders, hatte sich das Programm vorab angesehen und eine umfassende Einschätzung verfasst.

Sie beurteilte es als effizient und praxisnah:

"Im Mittelpunkt stehen professionell produzierte Trainingsvideos, die in authentischen Gesprächs- situationen zeigen, wie Muttersprachler die jeweilige Sprache anwenden. Die Zuschauer lernen so durch realistische Dialoge vor allem praxisrelevantes Vokabular und die korrekte Aussprache. Dabei zeigt ein Video auch besondere kulturelle Merkmale der Kommunikation und erklärt komplizierte Sachverhalte wie Grammatik sehr viel einfacher. Zudem spricht ein Film beim Zuschauer mehrere Wahrnehmungssinne an und hinterlässt einen stärkeren Eindruck als textbasiertes Lehrmaterial. All dies wirkt sich positiv auf die Motivation und den Lernerfolg aus."

Die interaktiven Übungen seien kinderleicht, schnell und einfach zu bedienen. Das Programm sei außerdem auch sehr brauchbar zur Unterstützung und Wiederholung der normalen VHS-Kurse, auch die Videos eigneten sich gut dafür.

Es gibt nicht nur praxisnahe Videos, sondern auch die Möglichkeit, Business-Deutsch, Betonung und Grammatik zu pauken. Bevor man sich für einen Kurs entscheidet, kann man sich selber testen, auf welchem Niveau man aktuell steht und welchen Kurs man wählen sollte. Die einzelnen Lektionen lassen sich zwar auch probehalber testen, aber die Lizenzschlüssel gelten nur für drei Monate und zwei Kurse. Wie und ob es danach weitergeht, soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Für Fragen und eine umfassende Einweisung stehen die Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek jederzeit zu den Öffnungszeiten zur Verfügung, allen voran Sylvia Meermann und Sabine Herzberg. 

Freuen sich mit den Teilnehmern: (Stehend:) Sabine Herzberg (links), Sigrid Münch (2. v. links) und Sylvia Meermann (4. v. links) von der Stadtbibibliothek, Klaus Pistorius vom Netzwerk Asyl und Flüchtlingshelferin Cornelia Hartmann

Wer nun leer ausging, der muss sich nicht grämen. Denn Lingua-TV steht auch "normalen" Bibliotheksnutzern mit Mitgliedsausweis (Jahresgebühr 22 Euro) offen: Mit der Mitgliedsnummer und dem Geburtsdatum kann man sich an sechs weiteren Internet-PCs der Stadtbibliothek einloggen und 120 Minuten das Internet nutzen und dann sogar bis zu drei dieser Kurse auswählen.




Aber zurück auf Start! Die, die einen Lizenzschlüssel erhalten hatten, Zeit hatten (also nicht in der Arbeit oder einem Sprachkurs waren) und sich zum Termin pünktlich einfanden, waren fürs erste alle froh und glücklich über diese Möglichkeit des Deutschlernens! Eine junge Frau aus Ruanda verriet freudestrahlend, sie habe zwei kleine Kinder und könne deswegen nicht an normalen Sprachkursen teilnehmen. Ihr Ältester gehe zwar schon in den Kindergarten und bringe auf diese Weise Deutschkenntnisse mit nach Hause, dies aber eher in Form von Gesang. „Oh Tannenbaum“ könne sie schon, aber das sei nicht immer sehr hilfreich...



Donnerstag, 26. Oktober 2017

Oase


Beschützt und getragen“ -
Oase-Abend für Ehrenamtliche


Alle Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe haben wohl in letzter Zeit einmal innehalten und tief durchatmen müssen, um weiterarbeiten zu können, denn unsere Arbeit ist – bei aller Bereicherung – auch oft beschwerlich und kräftezehrend.




Für alle freiwilligen Helfer wird nun am Freitag, 10. November, eine kleine Oase geöffnet: Pfarrer Arno Knebel, Beauftragter für Flucht und Migration und Klinikseelsorger an der Acura-Klinik bietet zusammen mit Dr. Tobias Speck von der Diözesanstelle und Bezirkskantor Alain Ebert einen Abend an, an dem Sie zur Ruhe kommen können.


Freitag, 10. November 2017
18.30 - 21 Uhr
Acura-Klinik, Rotenbachstraße 5, Baden-Baden


In der Einladung heißt es:

Als Freiwillige, die geflüchtete Menschen begleiten, gehen Sie die Wege dieser Menschen mit, erleben Hoffnung und Ängste, Freuden und Sorgen mit.
Sie erfahren, was die Menschen bewegt und trägt, und lassen sich davon selbst anrühren und bewegen.
Sie teilen Leben und geben ein Stück von dem, was Sie selbst trägt und hält.

Dieser Abend will eine Oase sein, um sich in Austausch und Begegnung, in Musik und Gottesdienst der eigenen Quellen zu vergewissern, um sich Kraft schenken zu lassen für Seele und Leib. Ein Abendessen und Getränke sind daher inbegriffen.
Als Dankeschön für Ihren Dienst werden die Kosten dieser Veranstaltung von den beteiligten Einrichtungen übernommen.

Bitte melden Sie sich bis zum 27. Oktober an bei

Diözesanstelle Mittlerer Oberrhein -Pforzheim
Dr. Tobias Speck
07222 03 19 750
oder
Ev. Dekanat Baden-Baden/Rastatt
Pfr. Arno Knebel
Tel. 07222 35021






Mittwoch, 25. Oktober 2017

Wörterbuch - Vergangenheit

Hier kommt eine weitere kleine Folge aus dem "Wörterbuch des neuen Zusammenlebens", in dem Frauen aus aller Herren Länder ihre Gedanken und Visionen zu bestimmten Themen niedergeschrieben haben (hier geht es zur Vorstellung des Projekts => KLICK) 
Heute: 

Vergangenheit



"Aus meinen Krankheiten hatte ich mir anfangs nichts gemacht. Ich habe sie nicht ernst genommen. Als mir bewusst war, dass es nicht mehr ging, habe ich etwas getan. Und ich habe auch durch meine Fehler gelernt. Du musst etwas für dich tun. Ich habe einen Anfang gemacht vor drei Jahren, Ich habe alles neu gelernt – wie ein kleines Kind. Mein Glauben hat mir geholfen. Wenn ich mich beschäftige mit einer Arbeit, kann ich meine Vergangenheit dort lassen, wo sie war. Ich kann sie akzeptieren und bereue sie nicht. Ich kenne meinen Körper jetzt. Und tröste und belohne mich , habe auch kein Mitleid mit mir. Ich bin dankbar, dass ich lebe."

*

"Ich denke an meine Vergangenheit, wenn ich an Malaysia denke. An meine Großeltern und meinen Papa, die krank waren- und ich konnte nicht helfen. Ich konnte nur an sie denken und nicht helfen. Damals waren meine Eltern noch gesund- und ich dachte an mich und meine Sache und ging nach Deutschland. Ich habe es lange bereut, nach Deutschland gegangen zu sein. Jetzt wird es besser. Ich kann es nicht mehr ändern und habe es akzeptiert."

*

"Ich habe eine Krankheit und muss viel trinken. Mein Mann war 5 Jahre krank und ich habe viel gelernt über diese Krankheit. Diese Zeit war schwer. Ich hatte keine Kraft. Die Konzentration ging nicht. Man muss akzeptieren, dass Menschen krank werden. Jetzt ist meine Mutter auch krank und ich muss es akzeptieren."
*

"Als ich krank war, habe ich die Liebe nicht gesehen. Und ich habe auch nicht an Besserung geglaubt. Dann habe ich gelernt, dass das falsch ist. Es macht mich nur mehr krank. Dann habe ich alles, was ich erlebt habe, was gefährlich war, weggelassen. Das ist nicht mehr. Manchmal , wenn ich an meine Vergangenheit denke, habe ich keine Kraft. Deswegen möchte ich nicht an die Vergangenheit denken. Wenn es mir schlecht geht, verstehe ich, ich gehe zwar langsam, aber ich gehe nicht zurück. Ich denke oft an eine Arbeit. Das macht mein Leben anders. Ich kontaktiere mich oft mit anderen Leuten, weil ich nicht in dieser Situation bleiben will. Manchmal stört es mich , weil ich nicht Schuld an dem Krieg habe und Gott hat das nicht gewollt. Aber ich konzentriere mich auf schöne Sachen – lernen, lesen, Sport machen Musik hören. Und ich glaube auch an Gott. Es geht um mich. Ich akzeptiere alles, was passiert. Ich habe viel gelernt, wie man gut gehen soll und zur Zeit fühle ich mich ein bisschen besser."


Donnerstag, 19. Oktober 2017

Schutzkleidung gesucht


Schutzkleidung gesucht! 
 

Hier ein Hilferuf unseres Arbeitsintegrators Stephan Langreder.

Er möchte für künftige Gartenhelfer einen Kurs „Bedienung von Motorgeräten“ zusammen mit dem Forstamt anbieten.

Die Rotarier wollen die Kursgebühr unterstützen, Selbstbehalt pro Flüchtling wäre 50 Euro.

Alles machbar. Aber jetzt hat sich herausgestellt, dass nichts ohne Sicherheitskleidung läuft! Kostenpunkt einer Neuanschaffung: 250 Euro pro Mann! Unerschwinglich.

Stephan Langreder sucht jetzt, um die Kosten zu minimieren , abgelegte Schutzbekleidung.

Gesucht werden Schneitschutzhosen und Sicherheitsschuhe und Parkas, große Größen, 54 und 56.

Würde solche Kleidung vorhanden sein / gespendet werden, dann könnte ein erster Kurs noch im Dezember aufgelegt werden.

Die Bitte an alle Ehrenamtlichen: Fragen Sie im Bekannten- und Freundeskreis nach! 
 
Angebote bitte direkt an Stephan Langreder, Rollfeld 25.
Kontakt:
Tel. 93 147400
Mobil: 0151 19692230



Montag, 16. Oktober 2017

Zeugnis-Beratung


Beratung zu Anerkennung von Zeugnissen
und ein Referat zum Thema „Arbeit“


Am Donnerstag, 26. Oktober 2017 findet – nur bei Bedarf – in Baden-Baden eine Beratung für Flüchtlinge zur Anerkennung ausländischer Zeugnisse und Berufsqualifikationen statt.
Elisabeth Deutscher von der Diakonie in Karlsruhe hat sich auf diesem Gebiet spezialisiert und kann alle anstehenden Fragen beantworten und auch praktisch weiterhelfen.

Hier geht es zu meinem Bericht über dieses Angebot => KLICK






Achtung! Für diese Beratung ist bis zum 24. Oktober eine Anmeldung unbedingt erforderlich, und zwar - mit Angabe, um welche Zeugnisse es sich handeln wird - beim Arbeitsintegrator Stephan Langreder 

Bitte beachten: Die Beratung findet im Rollfeld 25 statt, und nicht, wie ursprünglich gemeldet, im Vorfeld des Ehrenamtstreffen im Scherer-Familienzentrum.

Allerdings wird Frau Deutscher auf jeden Fall anschließend ab 18 Uhr am Treffen der Ehrenamtlichen im Scherer-Familienzentrum teilnehmen. Hier wird Stephan Langreder über das Thema Arbeit sprechen und für weitere Fragen zur Verfügung stehen.

Für die Teilnahme am Ehrenamtstreffen erbittet Katharina Thomas ebenfalls eine Anmeldung, sie würde sich auch freuen, wenn jemand etwas Kulinarisches zum Abend beisteuern möchte. Auch sammelt sie Ideen und Informationen für das "Schwarze Brett"! Bitte kurz mit ihr per Mail absprechen.