Dienstag, 28. Februar 2017

Workshop für Ehrenamtliche


Bewerbungen im Wandel der Zeit:
Gestern Handschrift, heute E-Mail 

Auf einen guten Weg bringen, das haben sich Jobprofiler Stephan Langreder und die Ehrenamtlichen um ihn zur Aufgaben gemacht. Ihr Ziel ist, möglichst viele Flüchtlinge in Arbeit zu bringen.
 
Damit dieses gut gelingt, hat Langreder in Zusammenarbeit mit der städtischen Integrationsbeauftragten Svetlana Bojcetic einen Workshop zum Thema „Erfolgreiches Bewerben - Lebenslauf gestalten und Bewerbungsgespräche führen“ organisiert.
 
Die Teilnehmer engagieren sich alle als Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe Baden-Baden. Sie haben sich zur Hauptaufgabe gemacht, Flüchtlinge bei der Suche nach einer Arbeit oder Ausbildungsstelle zu unterstützen. Der erste Schritt zum Erfolg ist dabei, dass die Arbeitssuchenden anhand ihrer Bewerbungsunterlagen den potentiellen Arbeitgeber im positiven Sinne auf sich aufmerksam machen.

 
Stephan Langreder (6. von links) im Kreise der Referenten und Teilnehmer des Workshops „Erfolgreiches Bewerben - Lebenslauf gestalten und Bewerbungsgespräche führen“.
Foto: Alexandra Schmidt
 
Seit die im Beruf stehenden oder sich bereits im Ruhestand befindlichen Ehrenamtlichen eine Bewerbung schreiben mussten, ist viel Zeit vergangen: „Früher habe ich die Bewerbung und den Lebenslauf noch mit der Hand geschrieben. Heute macht man das per Email“, so ein Teilnehmer.
 
Die Idee Stephan Langreders, ein Bewerbungstraining für ehrenamtliche Unterstützer anzubieten, wurde gerne aufgenommen. Gewinnen konnte er hierfür zwei sehr kompetente Referenten, beide vom Arbeitskreis für Aus- und Weiterbildung (AAW) in Rastatt. Alexandra Schmidt, Projektleitung Perspektiven für Flüchtlinge, zeigte, was in einem Bewerbungsgespräch erwartet wird. Pawel Bogacki, Lehrgangsleiter Integrationssprachkurse, stellte Beispiele eines ansprechenden Lebenslaufs vor. Die Anforderungen potentieller Arbeitgeber brachte Sandra Walter, Abteilungsleiterin Personal der Stadtwerke, praxisnah ein.
 
Daraus entstand am Ende des dreistündigen Workshops ein angeregter Dialog zwischen Teilnehmern und Referenten. Hoch motiviert und mit aktuellem Rüstzeug ausgestattet wird es den Teilnehmern künftig leichter sein, sich für die Belange der Flüchtlinge einzusetzen.

Für Anregungen oder Tipps ist Stephan Langreder dankbar:
Tel: 07221/93- 147400
 




Dienstag, 21. Februar 2017

Persische Musik


Musik  aus Persien

Unter diesem Titel findet am Sonntag, 5. März, ein Konzert in der Dreieichenkapelle in der Rheinstraße 64 in Baden-Baden statt.
Ab 18 Uhr spielen zwei junge iranische Musiker persische Melodien.


                        
Keyvan Bahonar, der bereits im November im Café International „Plus'“ mit Improvisationen am Klavier zu hören war => KLICK , stellt nun zwei persische Instrumente vor, die bei uns nahezu unbekannt sind und orientalische Klangeindrücke erzeugen: Die Santur ist ein trapezförmiges 72-saitiges Hackbrettinstrument, das durch seine Besaitung und Bauart 13 Töne in 3 Oktaven erzeugt und mit 2 leichten Holzschlägeln gespielt wird.  Die Setar, die federleichte, 4-saitige Langhalslaute, hat aufgrund ihrer Bauweise hingegen einen zarten, leisen Klang und wird vornehmlich in der Kammermusik und zur Gesangsbegleitung verwendet.

Sasha Motaghi begleitet die Saiteninstrumente auf der Tombak, einer hölzernen Bechertrommel, die in Persien in allen Musikrichtungen verbreitet ist. Für das Konzert wurde sie von einer Baden-Badener Bürgerin zur Verfügung gestellt.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.


Freitag, 17. Februar 2017

Kulturelle Falle



Vorsicht, kulturelle Falle!


Wer in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe kennt sie nicht, die kulturellen Unterschiede, die uns das Leben oft schwer machen. Worauf gilt es zu achten? Woran kann ich mich orientieren? Wie begegne ich Missverständnissen und Konflikten? 

Diesen Fragen will eine Fortbildungsveranstaltung der Caritas nachgehen. „Vorsicht kulturelle Falle – Flüchtlinge achtsam begleiten“ heißt der Titel der Tagesveranstaltung im Stadtteilzentrum Briegelacker am Samstag, 25. März 2017, von 8.30 bis 17 Uhr. 



Als Referent konnte Dr. Jörg Sieger, interkultureller Trainer und Projektreferent im Projekt „Nah am Menschen von weit weg“ der Erzdiözese Freiburg, gewonnen werden. 

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Plätze begrenzt. Das Seminar richtet sich an Ehrenamtliche, Koordinator/innen von Helferkreisen aber auch an Hauptamtliche, und zwar auch an Menschen, die keine oder nur wenig Erfahrung im interkulturellen Bereich haben. Menschen mit interkulturellen Erfahrung sind natürlich ebenso herzlich willkommen und würden die Tagung gut ergänzen!

Verbindliche Anmeldungen bitte an
Adrian Struch,
Caritasverband Baden-Baden
Tel. O7221 – 1835-25





Donnerstag, 16. Februar 2017

Grenke-Kurs


Lernen und üben Sie weiter!“



Anneliese Grenke und Bürgermeister Michael Geggus verliehen Flüchtlingen die europaweit anerkannten Sprachzertifikate der Niveau-Stufe 2 für einfache deutsche Alltagssprache. Der von der Grenke-Stiftung mit 15.000 Euro finanzierte Kurs ging über 300 Unterrichtseinheiten und begann im März letzten Jahres. 22 Teilnehmer hatten sich zum Volkshochschulkurs angemeldet, 17 von ihnen beendeten den Kurs. Die meisten Kursabbrüche erfolgten wegen der Aufnahme eines Praktikums. „Ich freue mich sehr, dass Sie diese Prüfung bestanden haben“, so Anneliese Grenke zu den zur Zertifikatsverleihung erschienenen Schülern. „So können Sie besser teilhaben am Leben in seinen verschiedenen Formen. Mein Wunsch: Lernen und üben Sie weiter und bringen Sie sich überall ein, tragen Sie Ihren Anteil bei in allen Lebensbereichen“, richtete Grenke ihre Worte an die Schüler.

Mittwoch, 15. Februar 2017

C.K. Rollfeld 1


Sprachförderung an oberster Stelle


Von Gertrud Esslinger

Vor ein paar Wochen wurde damit begonnen, die neue Flüchtlingsunterkunft im Rollfeld 1 (nahe Grenke-Leasing) zu füllen. Mittlerweile haben zahlreiche Bewohner aus dem alten Vincentiushaus, aus dem Abarin und der Frankenstraße hier ihre neuen Zimmer bezogen, und die Ehrenamtlichen beginnen nun damit, wieder Strukturen in den Alltag zu bringen. 



 
Am Wochenende fand daher zum ersten Mal ein Café Kontakt statt, das hauptsächlich vom bewährten Team der Ehrenamtlichen aus dem alten Vincentiushaus betrieben wurde, das nun endgültig seine Pforten schließt und demnächst abgerissen werden soll. 




Die Ehrenamtlichen hatten Kaffeemaschine, Geschirr und Besteck aus dem alten Vincentiushaus und dem Abarin umgezogen.




Außerdem wurde beschlossen, nicht nur wie früher zu Kaffee und Kuchen und gemeinsamen Gesprächen einzuladen, sondern den Treffen, die nun monatlich stattfinden sollen, ein Motto zu geben. Schwerpunkt-Thema an diesem Tag: die Sprachkurse. 

 

In den letzten Wochen wurden Fragebögen mit den Flüchtlingen, die ja aus unterschiedlichen Unterkünften in Baden-Baden kommen, ausgefüllt. Diese Informationen wurden ausgewertet und nun die folgenden Kurse vorgestellt:

Kurse für Analphabeten
Kurse für Fortgeschrittene
Vorbereitungskurse B1
Kultur-Kurs mit dem Thema: „Den Alltag in Deutschland meistern“
Kurse für Kinder und Mütter mit Babys.

Das Echo auf dieses Kursangebot war verhalten. Die Ehrenamtlichen hatten ca. 50 Fragebögen eingesammelt, zum Café Kontakt kamen kamen ungefähr 40 Personen, die nicht alle großes Interesse an einem Sprachkurs zeigten. Andererseits gab es mehrere motivierte Flüchtlinge, die sich sehr um die Fortsetzung der Kurse bemühten, die bereits im Vincentiushaus, im Abarin und in der Frankenstraße abgehalten worden waren. So konnten für die oben genannten Kurse ausreichend Interessenten gefunden werden, die von elf ehrenamtlichen Lehrkräften betreut werden.

Es bestehen aber auch viele persönliche Kontakte mit Sprachförderung zwischen Ehrenamtlichen und Flüchtlingen. Diese Kontakte werden nicht von irgendeiner Koordination erfasst und es besteht auch keine Absicht, alles was das Erlernen der deutschen Sprache betrifft, zentral regeln zu wollen. Im Gegenteil - eine erfolgreiche Integration ist besser über persönliche Beziehungen als über „Klassenunterricht“ zu erreichen.

Die Rolle der Ehrenamtlichen beim Sprachunterricht hat sich im letzten Jahr geändert. Während anfangs der Schwerpunkt auf einem schulähnlichen Sprachunterricht lag, um den neu angekommenen Flüchtlingen erste Möglichkeiten zu eröffnen, sich einigermaßen zu verständigen, wird nun diese Aufgabe von den professionellen Fachkräften der VHS übernommen.

Inzwischen konzentriert sich die Sprachförderung durch die Ehrenamtlichen auf die individuelle Unterstützung für die anstehenden VHS-Prüfungen. Dazu kommen noch die Personen, die aus den unterschiedlichsten Gründen keinen VHS-Kurs belegen können und wenigstens eine Basisförderung bzw. Einzelunterricht erhalten sollten. Dieser letzte Punkt gilt besonders für Analphabeten und darauf richten wir unser Augenmerk. 


 

Im Rollfeld gibt es zwei Räume, die für Unterricht zur Verfügung stehen. Der Gemeinschaftsraum, wo das Café Kontakt stattfindet – zwischen zwei Küchen – ist nicht sehr groß und die Akustik lässt zu wünschen übrig, denn es wird sehr laut, wenn es voll ist... Zukünftig soll das Café Kontakt im Rollfeld ein Mal im Monat stattfinden.




Montag, 13. Februar 2017

Erste-Hilfe-Kurs


Erste-Hilfekurs auf Arabisch


Immer mehr Flüchtlinge liebäugeln inzwischen damit, den Führerschein zu machen. Das Rote Kreuz hat darauf reagiert und bietet nächsten Samstag einen Erste-Hilfe-Kurs auf Arabisch an, der für die Erlangung des Führerscheins vorausgesetzt wird.

Der Kurs findet am Samstag, 18. Februar, von 10 bis 17 Uhr beim Kreisverband Rastatt, Plittersdorfer Str. 1/3 statt und kostet 20 Euro pro Person.

Interessenten werden gebeten, sich mit Name, Adresse und Geburtsdatum anzumelden unter:
Tel. 0151 – 580 49 801 (auch What's-App)
oder per Mail:

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.
Weitere Kurse in Arabisch und anderen Sprachen sind in Planung.













Sonntag, 12. Februar 2017

3. Preis für Haueneberstein


Ein Preis für eine Patin
und das ganze Team

Große Freude herrscht derzeit bei den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern „Miteinander in Haueberstein“. Das Team hat einen mit 750 Euro dotierten dritten Ehrenamtspreis der Firma „Synergie“ gewonnen. 
 
Auf der Webseite der Firma => KLICK heißt es dazu:
Mit dem Ehrenamtspreis zeichnet SYNERGIE auch dieses Jahr wieder das Engagement seiner Mitarbeiter aus und unterstützt deren ehrenamtliche Projekte und Organisationen mit insgesamt 5.000 Euro.

"Freude ist das einzige, was sich verdoppelt..."

...wenn man es teilt." Umso schöner, dass sich über den Ehrenamtspreis nicht nur die Kollegen freuen durften, deren Engagement damit gewürdigt wurde, sondern auch die Projekte und Organisationen, die eine finanzielle Unterstützung erhalten.
"Die Preisgelder des Ehrenamtspreises kommen natürlich vor allem denen zu Gute, die im Rahmen der Projekte unterstützt werden", freut sich SYNERGIE-Geschäftsführerin Nicole Munk mit den Preisträgern. "Uns ist es aber wichtig, dass wir nicht irgendeinen guten Zweck unterstützen, sondern Projekte hinter denen das SYNERGIE-Team steht. Und wie könnte das besser sichergestellt werden, als wenn sich Kollegen dort in ihrer Freizeit selbst ehrenamtlich engagieren."



3. Platz: Initiative "Miteinander in Haueneberstein"
Das Flüchtlingsprojekt "Miteinander in Haueneberstein" wurde mit dem 3. Platz beim Ehrenamtspreis ausgezeichnet und erhält dafür eine Spende in Höhe von 750 Euro. „Miteinander in Haueneberstein“ ist ein Kreis von rund 50 Bürgern aus Haueneberstein, die sich für eine Willkommenskultur einsetzen. Die Initiative setzt sich dafür ein, dass Flüchtlinge, solange sie bei uns sind, als Menschen behandelt werden. Dazu gehört der respektvolle Umgang, unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe. „Miteinander“ heißt deshalb Hilfe beim Erlernen der deutschen Sprache, bei Behördengängen, Arztbesuchen, Unterstützung bei Alltagsproblemen, Hilfe bei allem, was eine Begegnung fördert.

Solch eine Hilfe bietet auch Katharina Emmert, Personalsachbearbeiterin im SYNERGIE-Abrechnungszentrum in Karlsruhe. Sie setzt sich als Patin besonders für eine junge schwangere Frau aus Nigeria ein, begleitet sie bei Arztbesuchen, organisiert für sie Babykleidung, hilft bei Behördengängen etc. Auch in der Spielgruppe der Initiative wird deutlich, wie leicht das „Miteinander“ ist, wenn die Kinder der deutschen Mütter mit den vielen Kindern aus der Unterkunft zusammenspielen, riesigen Spaß haben, sich manchmal streiten und auch wieder vertragen.