Sonntag, 9. Oktober 2016

Monika Becker


Menschen in Baden-Baden:

Monika Becker - oder

von der Beharrlichkeit, gegen den Strom zu schwimmen...


Abstrakte Kunst? Monika Becker kräuselt die Stirn. „Das hat doch eher etwas mit Deko zu tun“, findet die Liebhaberin alter Meister und zwinkert belustigt. Nein, wirklich! Die Welt der breiten Spachtel und dicken Pinsel oder der weißen Leinwände mit einem Loch oder Schnitt in der Mitte ist nicht die ihrige. Sie ist eine Malerin der alten Schule, geht lieber ins Detail, müht sich mit Einfallwinkel und Farbe des Lichts und der Abstufung von weiß bis grau der Tonwerte ab - auch wenn sie weiß, dass sie mit ihrem Kunstgeschmack gegen den Strom schwimmt. Sie weiß, was sie will, sie weiß, was sie kann, und sie gibt dieses Wissen auch bereitwillig weiter – in Bild und Wort. Wer sie besucht, kann nicht nur ihre Bilder bestaunen, die überall im Haus hängen, man bekommt auch eine kostenlose kurzweilige Lehrstunde in Sachen Technik, Handwerk und Wirkung von Farbe Licht und Stimmungen.



Strukturiert ist Monika Becker, eine Frau, die genau weiß, was sie will, bei der jeder Pinselstrich sitzt, der Untergrund stimmt und die Farben akribisch abgestimmt werden. 


 
Auch ihr Atelier in Sandweier sieht aus wie aus dem Ei gepellt. Die Buntstifte in Reih und Glied, der Arbeitstisch leer, die Bilder ordentlich aufgereiht, der Boden auch nach vielen Jahren künstlerischer Tätigkeit fast wie neu. Und das will etwas heißen, wenn jemand „in Öl“ malt.




Und sie hat Erfolg damit. Soeben ist sie bei einem Wettbewerb im weltweiten online-Museum „ARC Salon“ (=> KLICK) für zeitgenössische realistische Malerei in die Endausscheidung gekommen. Eine beachtlich Auszeichnung, egal, wie die Kür im November ausfällt. (oben das Bild, das sie eingesandt hat) 

Wie kam sie zur Malerei? War sie ihr in die Wiege gelegt?

Monika Becker schmunzelt. „Eher nicht“, meint die 57jährige Ur-Baden-Badenerin. Vater und Mutter, beide berufstätig, waren viel zu sehr damit beschäftigt, sich eine Existenz aufzubauen, um Zeit für eventuelle musische Veranlagungen zu haben. 

Und auch Monika Becker ahnte lange nichts von dem Talent, das in ihr schlummerte und mit dem sie nun jeden Winkel ihres Hauses verschönt:







Wie sie dann doch zu ihrer großen Leidenschaft kam, lesen Sie auf dem Blog Mercurius => KLICK

 


 

Gleichwohl besteht ihr Leben nicht nur aus Malerei, Motivsuche und dem Beherrschen von Licht und Schatten. Seit gut einem Jahr ist sie auch in der Flüchtlingshilfe Baden-Baden aktiv. „Ich wollte etwas Sinnvolles tun“, umschreibt sie, wie sie dazu gekommen ist. Über den Flüchtlingshilfe-Blog suchte sie sich etwas Passendes heraus und betreut seitdem regelmäßig das Café international und das Frauencafé. Außerdem wurde sie gleich beim ersten Abend von einem Flüchtling aus Kamerun mit ausgestrecktem Zeigefinger ausgewählt, ihm – und inzwischen zwei weiteren Freunden – regelmäßig beim Deutschlernen zu helfen. Und wie das in der Flüchtlingshilfe so ist – ein weiteres Projekt wartet bereits auf sie...

Und hier geht es zu ihrer Webseite => KLICK