Mittwoch, 25. Oktober 2017

Wörterbuch - Vergangenheit

Hier kommt eine weitere kleine Folge aus dem "Wörterbuch des neuen Zusammenlebens", in dem Frauen aus aller Herren Länder ihre Gedanken und Visionen zu bestimmten Themen niedergeschrieben haben (hier geht es zur Vorstellung des Projekts => KLICK) 
Heute: 

Vergangenheit



"Aus meinen Krankheiten hatte ich mir anfangs nichts gemacht. Ich habe sie nicht ernst genommen. Als mir bewusst war, dass es nicht mehr ging, habe ich etwas getan. Und ich habe auch durch meine Fehler gelernt. Du musst etwas für dich tun. Ich habe einen Anfang gemacht vor drei Jahren, Ich habe alles neu gelernt – wie ein kleines Kind. Mein Glauben hat mir geholfen. Wenn ich mich beschäftige mit einer Arbeit, kann ich meine Vergangenheit dort lassen, wo sie war. Ich kann sie akzeptieren und bereue sie nicht. Ich kenne meinen Körper jetzt. Und tröste und belohne mich , habe auch kein Mitleid mit mir. Ich bin dankbar, dass ich lebe."

*

"Ich denke an meine Vergangenheit, wenn ich an Malaysia denke. An meine Großeltern und meinen Papa, die krank waren- und ich konnte nicht helfen. Ich konnte nur an sie denken und nicht helfen. Damals waren meine Eltern noch gesund- und ich dachte an mich und meine Sache und ging nach Deutschland. Ich habe es lange bereut, nach Deutschland gegangen zu sein. Jetzt wird es besser. Ich kann es nicht mehr ändern und habe es akzeptiert."

*

"Ich habe eine Krankheit und muss viel trinken. Mein Mann war 5 Jahre krank und ich habe viel gelernt über diese Krankheit. Diese Zeit war schwer. Ich hatte keine Kraft. Die Konzentration ging nicht. Man muss akzeptieren, dass Menschen krank werden. Jetzt ist meine Mutter auch krank und ich muss es akzeptieren."
*

"Als ich krank war, habe ich die Liebe nicht gesehen. Und ich habe auch nicht an Besserung geglaubt. Dann habe ich gelernt, dass das falsch ist. Es macht mich nur mehr krank. Dann habe ich alles, was ich erlebt habe, was gefährlich war, weggelassen. Das ist nicht mehr. Manchmal , wenn ich an meine Vergangenheit denke, habe ich keine Kraft. Deswegen möchte ich nicht an die Vergangenheit denken. Wenn es mir schlecht geht, verstehe ich, ich gehe zwar langsam, aber ich gehe nicht zurück. Ich denke oft an eine Arbeit. Das macht mein Leben anders. Ich kontaktiere mich oft mit anderen Leuten, weil ich nicht in dieser Situation bleiben will. Manchmal stört es mich , weil ich nicht Schuld an dem Krieg habe und Gott hat das nicht gewollt. Aber ich konzentriere mich auf schöne Sachen – lernen, lesen, Sport machen Musik hören. Und ich glaube auch an Gott. Es geht um mich. Ich akzeptiere alles, was passiert. Ich habe viel gelernt, wie man gut gehen soll und zur Zeit fühle ich mich ein bisschen besser."