Freitag, 30. März 2018

Arbeit


Wie finden Asylbewerber eine Arbeit? 

Nach dem Weggang des Arbeitsintegrators Stephan Langreder (Näheres finden Sie hier => KLICK) stellt sich für viele Asylbewerber, die nicht anerkannt sind und somit keine Kunden des Jobcenters sind, nun die Frage, wohin sie sich wenden können, wenn sie Arbeit suchen. Auch die ehrenamtlichen Helfer stehen erst einmal vor dieser Frage. Die neue Ehrenamtskoordinatorin der Stadt, Svetlana Bojcetic, hat deshalb mit Kristina Keil von der Arbeitsagentur in Baden-Baden über dieses Thema gesprochen. 


 

Hier ein kleiner Leitfaden für die ehrenamtlichen Unterstützer der arbeitssuchenden Asylbewerber:

Grundsatz: Die Arbeitsagentur ist per Gesetz zur Beratung von Arbeitssuchenden verpflichtet.

Der erste Schritt wäre, wenn nicht schon geschehen, sich bei der Arbeitsagentur registrieren zu lassen. In der Regel füllen die SozialberaterInnen in den Unterkünften einen Profilbogen mit den neuen BewohnerInnen aus. Mit diesem und dem aktuellen Ausweis registrieren sich diese beim Kundenzentrum der Arbeitsagentur (3. Stock im gleichen Gebäude, wie Jobcenter) und erhalten einen Beratungstermin mit Frau Keil ausgehändigt.

Nach der Registrierung und dem ersten Beratungsgespräch, erleichtert die Möglichkeit über E-Mail in Kontakt zu bleiben die Arbeitsvermittlung sehr, da die Arbeitsangebote direkt verschickt werden können. Voraussetzung ist eine gültige und regelmäßig benutzte E-Mail-Adresse. Mit Einverständnis des Arbeitssuchenden kann das auch die E-Mail-Adresse eines/einer Ehrenamtlichen sein.


Kristina Keil


Die E-Mail-Adresse von Frau Keil:
Frau Keil bearbeitet die eingehenden E-Mails innerhalb von 2-3 Tagen, sofern sie nicht krank oder in Urlaub ist.

Sollte jemand eine Arbeit finden, bitte Frau Keil ebenfalls zeitnah informieren! Wenn sich ein Kunde über einen längeren Zeitraum nicht meldet, wird er abgemeldet. Eine Reaktivierung ist über einen erneuten Beratungstermin aber auch über eine entsprechende E-Mail möglich. Hierbei hilft die Kundennummer oder zumindest der vollständige Name und Geburtsdatum.

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten

Bei hoher Motivation des/der Arbeitsplatzsuchenden kann auch ein Bewerbungstraining gefördert werden. Dieses umfasst neben der schriftlichen Ausarbeitung auch ein Training für das Vorstellungsgespräch und eine Hilfestellung bei der Arbeitsplatzsuche. Die Fahrtkosten zum Bildungsträger werden übernommen.

Fördermaßnahme: Grundkompetenz
Ziel: Vorbereitung auf eine Umschulungsmaßnahme (gefördert Ausbildung, verkürzt auf 2 Jahre)
Dauer: 6 Monate, nächster Start im Mai 2018
Inhalt: intensiver Deutsch- und Matheunterricht, Hilfestellung bei der Ausbildungsplatzsuche
Zielgruppe: hoch motivierte B1-AbsolventInnen, über 25 Jahre

Weitere Fördermaßnahmen, wie z. B. Staplerführerschein können im Beratungsgespräch vereinbart werden.


Grundsätzlich gilt
Das Beratungsangebot von Frau Keil beruht auf Freiwilligkeit von Seiten des/der Arbeitssuchenden. Eine Betreuung durch sie setzt dabei voraus, dass eine Verständigung auf  Deutsch oder Englisch möglich ist, sowie, dass eine (hohe) Motivations- und Leistungsbereitschaft mitgebracht wird.